AKTUELLES

Stand: März 2010

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Leiendecker-Bloas hilft Menschen in Not

Schweich. (red) Ungewöhnliche Kassenbesetzung: Helmut Leiendecker und Karl Schulz von der Mundart-Band Leiendecker-Bloas sind im neuen dm-Markt im Gewerbegebiet Am Ermesgraben zu einem "Kassierduell" angetreten. Ihr Keyboarder Peter May unterhielt währenddessen und verteilte Plätzchen. Nach dem Kassensturz um kurz nach 16 Uhr stand der Sieger des Duells fest: Gitarrist Karl Schulz lag mit seinen Einnahmen in Höhe von 1587,30 Euro vor Helmut Leiendecker mit 1195,95 Euro in der Kasse. Die höhere Summe rundeten die dm-Mitarbeiter auf und spenden nun insgesamt 2000 Euro an den Schweicher Verein Nachbar in Not. Die Spendenübergabe mit den Musikern ist am Freitag, 26. März, um 17.30 Uhr im Schweicher dm-Markt.

 

 

„Das ist wie Köln ohne ‘de Höhner’“

03.02.2010

Trier. Einige verwirrte und teilweise auch enttäuschte Gesichter sah man am Samstag bei der Heuschreck-Premierengala in der Europahalle. Grund dafür: die schon zum festen „Stimmungs-Inventar“ von Triers ältester Karnevalsgesellschaft gehörende „Leiendecker Bloas“ war nicht aufgetreten.  
Trier.   Zwar mühten sich alle Heuschreck-Aktiven in  gelungenen und zum Teil stürmisch gefeierten Büttenvorträgen („Sternekoch Bocuse“, „Quasimodo“, „Flic“, s. auch Innenteil und www.wochenspiegellive.de) sehr engagiert und gekonnt um die Gunst des Publikums. Doch fehlte für viele das „karnevalistische Herz“ der Heuschreck-Sitzungen: der seit Jahren stets umjubelte  Auftritt der Leiendecker Bloas.   Und die Fans der Trierer Mundartband werden dieses Jahr im Karneval ganz auf ihre heißgeliebte „Bloas“ verzichten müssen, wie Bandleader Helmut Leiendecker gegenüber dem Wochenspiegel erklärte. „Wir befinden uns derzeit in einer personellen Umbauphase und werden erst im März wieder als Band auftreten. Aber die Leiendecker Bloas wird es auf jeden Fall weitergeben“, trat der Namensgeber allen (auch im Internet) kursierenden Gerüchten über eine Auflösung der Band entgegen. Fakt ist: mit Manfred Schömer (Bass) und Martin  Hermann (Schlagzeug) scheiden zwei Urgesteine der Band aus. Die Nachfolger will Helmut Leiendecker noch nicht benennen: „Wir proben derzeit schon fleißig und werden sehen, ob es passt, aber ich bin da sehr zuversichtlich“, so Leiendecker. Bis März ist daher die Geduld der Fans gefordert. Für die diesjährigen Heuschreck-Sitzungen gilt aber bei einigen  Fans das, was ein enttäuschter Besucher am Samstagabend äußerte: „Trierer Karneval ohne die ‘Leiendecker Bloas’, das ist wie Köln ohne ‘de Höhner’ oder die ‘Bläck Fööss’ - einfach unvorstellbar!“ Festzuhalten bleibt aber auch, dass ein Besuch der Heuschreck-Sitzungen „Hinter die Kulissen von Paris“ sich auch dieses Jahr stimmungsmäßig lohnt, denn Tenor Thomas Kiessling gibt als Solist und Eckpfeiler des Heuschreckchores richtig Gas und heizte auch am Samstag dem Saal mächtig ein. Auch die  Gardemädchen sind nicht nur ein Augenschmaus. 

 

 

 

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12.10.2009

Naubenhanni und Gonschelhännsie

Trier. Rappelvoll ist die Gaststätte Theos an der Porta Nigra bei der vom TV präsentierten Buchpremiere von Helmut Leiendeckers "Koppzalaot" gewesen. Das Buch, witzig in Szene gesetzt und illustriert von den Machern des Trierer Wörterbuches und Kalänners, zeigt den Musiker von einer anderen Seite. Da der Mundartbarde aber einen Teil seiner Leiendecker Bloas im Gepäck hatte, bekam das Publikum über drei Stunden Musik und Texte auf Trierisch geboten. Erst nach etlichen Zugaben und Autogrammen in sein neues Buch entließen die mehrfach Tränen lachenden Zuhörer Helmut Leiendecker. Das Buch Koppzalaot gibt es auf  www.volksfreund-shop.de (red)

 

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30.09.2009

Helmut Leiendecker liest aus "Koppzalaot"

Trier. (red) Der Trierische Volksfreund präsentiert Helmut Leiendeckers "Koppzalaot" am 3. Oktober, ab 19 Uhr beim Theo, der Wirtschaft an der Porta, direkt am Porta Nigra Vorplatz. Helmut Leiendecker liest aus seinem neuen Buch Gedichte und Geschichten in Mundart. Begleitet wird er von einer Delegation der "Bloas", die für den passenden musikalischen Rahmen sorgt. In der Gaststätte Theo werden Trierer Spezialitäten angeboten, regionales Bier und Viez. Der Eintritt ist frei. "Koppzalaot", Verlag Alles Trier, Hardcover, 32 Seiten, durchgehend farbig, 9,90 Euro.

 

 

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15.09.2009

Prominente Kassenbesetzung

Trier-Nord. Überraschung für die Kunden des Drogerie-Markts dm: Bei der Eröffnung der neuen Filiale in der Herzogenbuscher Straße traten Helmut Leiendecker und Karl Schulz von der Trierer Mundartband "Leiendecker Bloas" zum Wettkassieren an. Und das mit Erfolg: 1322 und 1413 Euro nahmen der Sänger und der Gitarrist jeweils ein. Die höhere Summe rundeten die dm-Mitarbeiter auf und spendeten 2000 Euro für die Baby- und Krabbelstube Trier-Nord. "Wir freuen uns sehr", sagte Marita Neyses, die Leiterin der Krabbelstube. "Da wir seit kurzem längere Öffnungszeiten haben und die Kleinen auch über Mittag betreuen, haben wir viele neue Decken, Matratzen und Vorhänge angeschafft." Dank der Spende könne die Krabbelstube nun auch noch Spielzeug kaufen. (red)

 

 

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13.09.2009

Lang, länger – zu lang?

Trierer Museumsnacht mit Besucherrekord, aber auch wenig Resonanz nach der Geisterstunde

Von unserem Redakteur Roland Morgen

TRIER Mit 4000 verkauften Tickets und 10.000 Besuchern in den vier beteiligten Einrichtungen verbuchte die dritte „Lange Nacht der Trierer Museen“ einen neuen Rekord. Die ausgeweitete Öffnungszeit wurde jedoch nur spärlich genutzt.

 

 

Lange Nacht der Museen (0:50)

Kreuzberger Nächte mögen, wie von 1978 von den Gebrüdern Blattschuss besungen, ja lang sein. Trierer Nächte sind es nicht. Endeten die ersten beiden „langen Museumsnächte“ (2007 und 2008) zum Leidwesen vieler Besucher jeweils schon zur Geisterstunde, so zündete das bis 1 Uhr ausgedehnte Angebot auch nicht recht. In den Musentempeln hielte am späten Samstagabend nur ganz Hartnäckige die Stellung bis zum Kehraus. Dafür war der Auftakt so stürmisch wie noch nie. „Hier ist der Bär los“, strahlte Karl-Marx-Haus-Chefin Beatrix Bouvier schon um 19 Uhr. Da war die Museumsnacht gerade eine Stunde alt und das Geburtshaus des berühmtesten Trierers proppenvoll, als hätten sich Proletarier aller Länder ausschließlich dort vereinigt. 

Den Grund für den Mega-Andrang lieferte die Bad Camberger Theatergruppe „Illuminago“ mit nostalgischen Laterna-magica-Inszenierungen. Da setzten sich selbst Anzugträger auf den Hosenboden, wenn sie keinen Stuhl mehr ergattern konnten. Klaus-Dieter Schmidt (59) aus Schweich gewinnt dem Andrang Positives ab: „Es ist so schön und interessant hier. Wäre doch schade, wenn das nur wenige Leute erleben können.“ 

Erstaunlichen Hochbetrieb zu früher Stunde verbucht auch das Stadtmuseum Simeonstift. Ein Programm-Renner hier: „Tableaux vivants“ – Besucher stellen Gemälde nach und können das Resultat per Polaroid-Foto mit nach Hause nehmen. Mit Begeisterung gleich an mehreren Stationen dabei: Carolyn Weber aus Trier. Die 42-jährige, mit Freunden und Tochter auf Museumstour, spricht von einem „magischen Abend“ und einem „wunderbaren Konzept“, das die Organisatoren ersonnen hätten.

Das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum macht auf ganz untypische Weise auf sich aufmerksam: Die Fassade purpurfarben illuminiert, dazu ein himmelwärts gerichteter Strahler, wie man sie sonst von Discotheken kennt. Drinnen geht’s gediegener zu. So berichtet Restaurator Hermann Josef Laros von schwierigen Arbeiten an den großformatigen Counet-Gemälden aus der Basilika St. Paulin. Das Rheinische Landesmuseum bietet neben dem Auftritt der Mundart-Rockband Leiendecker-Bloas im Innenhof Führungen hinter die Kulissen, insbesondere zur neuen Dauerausstellung, die am 13. Oktober eröffnet wird. Gegen Mitternacht leeren sich Häuser merklich. Die Trierinnen Claudia Anton und Steffi Egloffstein zählen zu den Besuchern, für die das ganze „gerne noch länger dauern dürfte. Wir sind total begeistert und erstaunt darüber, was wir nicht von unseren Museen wussten“. 

 

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11.09.2009

Clowns, Gewinne und die Bloas

Trier. (red) Das Stiftungsfest der Ernst-und-Ingrid-Kostka-Stiftung ist am Sonntag, 13. September, von 11.30 bis 17 Uhr in der Halle am Bach in Trier-Süd. Unter anderem stehen eine Kinderanimation mit Clown, Schminken und Zauberei auf dem Programm, ein Auftritt der Leiendecker Bloas und eine Tombola.

 

 

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09.09.2009

Wichtiger Baustein für das Haus des Kinderschutzes

Warmer Geldregen für den Kinderschutzbund Trier, gerade rechtzeitig für den anstehenden Bau von "Meiner Burg": Eine stolze fünfstellige Summe kam zusammen bei der Benefiz-Gala der "Roundtabler" im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais.

Trier. (red) Die Scheckübergabe an Initiatorin Elke Boné-Leis war für "Round Table"-Präsident Torsten Kleis der Höhepunkt des Abends, in dessen Mittelpunkt eigentlich ein ganz anderes Ereignis stand. 
Der "Round Table 147 Trier" hatte zur Jubiläumsfeier eingeladen, trifft sich doch die Gruppe engagierter Männer aus Trier seit 15 Jahren regelmäßig zum persönlichen Austausch und Entwickeln neuer Ideen, die das Zusammenleben in der Gesellschaft verbessern können. 
Die Roundtabler kommen aus allen möglichen Berufen und Schichten und sind zwischen 18 und 40 Jahre alt. Ursprünglich stammt die Idee dieser Organisationsform aus der Tradition des englischen Clublebens.
Aber angesichts der großen Spendenbereitschaft der rund 200 Gäste, die über den Eintrittspreis, spontane Spende und eine große Tombola zum Gelingen des guten Zwecks beitrugen, rückte das Jubiläum fast ein wenig in den Hintergrund.
Als Schirmherr des Abends lobte Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen im Gespräch mit Moderator Michael Jung den vorbildlichen Einsatz für die gute Sache. Auch seine Ehefrau, die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer, würdigte "die unbeschreiblich wichtige Arbeit, Kindern in größter Not so beizustehen, wie es der Kinderschutzbund Trier seit vielen Jahren tut."

Für den guten Zweck machten sich auch viele Trierer Künstler stark. Mit Mienenspiel und Mundartgesang brachten Helmut Leiendecker und seine "Bloas" schon zum Start den Saal zum Klatschen und Mitsingen. Die Bands "Two for you” und "Gloyd Lobster” spielten zum Tanz auf und unterhielten mit Chansons. Und die eigens aus Paris angereiste Sopranistin Vera Wenkert verlieh dem Abend in Begleitung von Jian Cao mit Melodien von Franz Lehar einen klassischen Touch, der jedoch bestens in die Party-Stimmung passte.
 
"Das war ein gelungenes Fest für alle Beteiligten", resümierten Torsten Kleis und Elke Boné-Leis. Letztere bedankte sich bei den Roundtablern, aber auch bei vielen Sponsoren aus der ganzen Region, "die diesen Abend ermöglicht und einen wichtigen Beitrag zum Entstehen der Burg geleistet haben."

 

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29.06.2009

Altstadtfest-Bilanz positiv

TRIER Die erste Bilanz der Stadt zum Altstadtfest 2009 fällt positiv aus: „Tolle Stimmung, wenig Glasbruch auf der Festmeile und keine Probleme mit alkoholisierten Besuchern“, bilanziert Rathaus-Mitarbeiter und Chef-Organisator Jürgen Backes (58).

(rm.) Den Erfolg der 29. Auflage des größten Volksfestes der Region führt Backes im wesentlichen auf das erstmals angewandte Sicherheitskonzept zurück: Einlasskontrollen am Freitag- und Samstagabend verhinderten das Mitbringen von Alkohol und Glasbehältern in den Festbereich, in den Straßen und vor den Bühnen patrouillierten Sicherheitskräfte. Folge: Es blieb weitestgehend friedlich und sicher. Preis der Gemütlichkeit: Der Einsatz des insgesamt 90-köpfigen Personals einer eigens engagierten Security-Firma aus Riol (Kreis Trier-Saarburg) schlägt mit rund 20.000 Euro zu Buche. Die Kosten wurden auf die Betreiber der insgesamt in insgesamt  140 Stände (einschließlich Handwerkergasse) umgelegt, die jeweils 150 Euro zahlten.

In der Fußgängerzone sammelte die Stadtreinigung während und nach dem dreitägigen Fest etwa 11 Tonnen Müll plus 3 Kubikmeter Glas (einschließlich dessen, was das Sicherheitspersonal aussortiert hatte). Das entspreche in etwa dem Müllaufkommen der Vorjahre.

Das General-Problem übermäßigen Alkoholmissbrauchs durch Jugendliche ist allerdings durch die Sicherheitskontrollen nicht gelöst, sondern räumlich verlagert worden. Gelage größerer Gruppen hinterließen Scherbenmeere insbesondere im Palastgarten, an der Konstantin-Basilika sowie im Margaretengässchen.

Nach dem Rückzug der Straßengemeinschaften war das Altstadtfest 2009 das erste, das vom Rathaus organisiert wurde. Eine Entscheidung, ob die Stadt auch 2010 als Veranstalter fungiert, sei noch nicht gefallen, betont Backes: „Wir werden in den kommenden Wochen erst einmal Gespräche mit allen Beteiligten führen.“

Foto: Stimmungsvoller Fest-Ausklang mit der Leiendecker-Bloas am Sonntagabend auf dem Hauptmarkt. TV-Foto: Roland Morgen

 

 

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20.05.2009

Trierer Mundartsänger im ZDF

Mainz. (red) Kurzauftritt von Helmut Leiendecker als Karl Marx: Heute (Donnerstag, 21. Mai) läuft im ZDF um 23.15 Uhr die Ein-Stunden-Doku "Hurra, wir sind 60". Die Doku verwendet Ausschnitte aus einem Karl-Marx-Film. Darin ist der Trierer Mundartsänger Helmut Leiendecker als Karl Marx zu sehen. Gedreht sind die verwendeten Szenen im Freilichtmuseum Roscheider Hof. Am Donnerstag, 21. Mai, 23.15 Uhr präsentiert Guido Knopp 60 Jahre Geschichte der Bundesrepublik in 60 Minuten. In "Hurra, wir sind 60!" sucht ZDF-Autor Stefan Brauburger Antworten auf Fragen wie: Haben die Deutschen nur Grund zum Jubeln, wenn die Fußball-Nationalmannschaft mal wieder siegt? Was steht der inneren Einigung wirklich entgegen?

 

 

 

SWR4 – abstimmen und gewinnen

Von "A-Banda" bis "Zicke Zacke": 111 flotte Titel stehen bei "Unsere größten Fastnachtshits" zur Wahl. Welche davon die größten sind, entscheiden ganz allein Sie: Nennen Sie uns Ihre drei persönlichen Favoriten und gewinnen Sie mit etwas Glück tolle Preise!

EURE STIMME FÜR DIE BLOAS!  Mitmachen und gewinnen.

Wir bedanken uns recht herzlich und wünschen Euch viel Glück!

Hier geht’s zur Abstimmung – bitte auf die 111 klicken

 

Die BLOAS verschiebt die Produktion

des 5. Albums!


Im Dezember 2008 sollte das mittlerweile 5. Album (von insgesamt 9 CD’s - Maxis und Alben zusammen) präsentiert werden.

Die Produktion war bereits angelaufen, konnte aber wegen unvorhersehbarer Umstände nicht fortgesetzt werden.

Da die Planungen nun neu angegangen werden müssen, können wir noch nichts über den möglichen Erscheinungstermin sagen.

Sobald es jedoch Neuigkeiten gibt, werden wir darüber berichten.

 

 

TV vom 08.11.2008

 

Prinzen-Kochduell“: Leiendecker Sieger, Tafel Gewinner

TRIER Hattrick für Helmut Leiendecker: Der Trierer Mundart-Künstler hat zum dritten Mal in Folge das „Prinzen-Kochduell“ gewonnen. Seine phantasievolle Kreation „Lachsstreifen in Rieslingtropfen auf Spargel-Broccoli in farblich dazu abgestimmter Taglitalle verde“ erreichte bei der vierten Veranstaltungsauflage im Historischen Keller des Karstadt-Warenhauses die höchste Punktzahl.

(rm.) Platz zwei belegte Triers OB Klaus Jensen, der „Friko“ (Frikadellen) zubereitete,  vor dem Trierer Prinzenpaar Jürgen und Heike Schlich mit ihrer chinesisch angehauchten Wok-Spezialität.

Leiendeckers Sieg war knapp. Die entscheidenden Punkte gab ihm die von Fernsehkoch Carsten Dohrs geleitete Jury für die Tellerdekoration: Die stelle das „Moseltal mit Mariensäule und Markusberg im Spätherbst“ dar, erläuterte Leiendecker.

Gewinner des nicht ganz ernst zu nehmenden, aber äußerst unterhaltsamen Abends im voll besetzten Historischen Keller war die „Trierer Tafel“. Anni Becker, Gründerin des Vereins, der Bedürftige mit Gratis-Lebensmitteln“ versorgt, erhielt von Karstadt-Chef und Kochduell-Erfinder Thomas du Buy einen Scheck über 1512 Euro vor allem aus dem Erlös einer Tombola.

Essen ist fertig: Helmut Leiendecker und seine Gattin Birgit präsentieren ihre Lachs-Broccoli-Spargel-Kreation, die in ihrer Anordnung dem ,,Moseltal mit Mariensäule" nachempfunden ist. Dafür gab es die höchste Punktzahl. TV-Foto: Roland Morgen

 

 

 

 

 

 

01.04.2008Heute in der Zeitung für das Trierer Land

 

Die Bloas rockt für die Renn-Ente

 

 

Ein Benefizkonzert mit der "Leiendecker Bloas" zugunsten der Nestwärme e.V. findet am Freitag, 4. April, 21 Uhr, in der Schweicher Bodenländchenhalle statt. Veranstalter ist der Gewerbeverein Schweich. Karten zum Preis von drei Euro gibt es an der Abendkasse.

 

 

Quietschegelb gehen die Renn-Enten am 4. Mai in Schweich an den Start. TV-Foto: Archiv/Friedemann Vetter

Schweich. (red) Das Besondere: An diesem Abend erhalten die Freunde der Trierer Mundart-Combo Eintrittskarten in Form von Patenscheinen für das vom Trierischen Volksfreund präsentierte Nestwärme-Entenrennen, das am Sonntag, 4. Mai, im Rahmen des "Fests der Römischen Weinstraße" am Schweicher Fährturm stattfindet.

Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen werden Helmut Leiendecker und Band für Stimmung sorgen, zum anderen hat jeder Besucher einen Monat später die Chance auf attraktive Gewinne wie eine Griechenland-Reise oder ein Fahrertraining auf dem Nürburgring. Die Leiendecker Bloas stellt sich erneut in die Dienste des Vereins, der sich für Familien und Alleinerziehende mit schwerstkranken oder behinderten Kindern in der Region Trier einsetzt.

Der Erwerb eines Patenscheins für eine der Gummi-Enten als gleichwertiger Ersatz für eine Eintrittskarte ist eine weitere wirkungsvolle Unterstützung für die gemeinnützigen Nestwärme-Projekte.

Der Nestwärme e.V. Deutschland, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal das populäre "Entenrennen" ausrichtet, ist mit dieser Idee als einziger Veranstalter der Region Trier durch "Deutschland - Land der Ideen", einer bundesweiten Initiative unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler, ausgezeichnet worden. Die insgesamt 10 000 kleinen gelben Enten sind zurzeit im Trainingslager, bevor sie am 4. Mai allesamt am Schweicher Fährturm auf der Mosel ins Rennen geschickt werden.

Präsentiert wird die dritte Auflage des Entenrennens vom Trierischen Volksfreund; Initiator ist die Volksbank Trier eG, Mitausrichter sind der Gewerbeverband Schweich und dessen Mitgliedsbetriebe. Bei den ersten beiden Rennen in Trier und Saarbrücken gingen insgesamt über 20 000 Enten an den Start.

Preise im Wert von 10 000 Euro

Der Startschuss am 4. Mai fällt um 12 Uhr am Schweicher Fährturm. Insgesamt werden an diesem Tag Preise im Wert von über 10 000 Euro ausgeschüttet.

Weitere Patenscheine können sowohl in den 23 Volksbank-Filialen in der Region Trier, in der Nestwärme-Hauptgeschäftsstelle in der Christophstraße 1 in Trier als auch im Handel über den Gewerbeverband Schweich erworben werden. Die Patenstellen sind mit entsprechenden Plakaten gekennzeichnet.

 

 

06.03.2008Heute in der Trierer Zeitung

 

Ohne Worte: Helmut spielt Karl

 

Von unserer Mitarbeiterin Gabriela Böhm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich zum 125. Todestag von Karl Marx ist ein neuer Dokumentarfilm über den vor vier Jahren zum "größten" Trierer gekrönten Philosophen erschienen. In die Rolle von Karl Marx ist Helmut Leiendecker geschlüpft. Der TV hat sich den Film vorab angeschaut.

Er bietet eine unverkrampfte Sichtweise auf Karl Marx.

 

 

Trailer ansehen – Klick auf das DVD-Cover

 

 

Trier. Zu Wort kommt der Mundart-Profi Leiendecker in dem Film "Karl Marx - ein

Philosoph macht Geschichte" leider nicht. Schließlich ist der Film ein Dokumentarfilm

mit szenischen Einblendungen. Dafür verleiht "Helm" mit seinem Äußeren Karl Marx ein authentisches Gesicht mit Rauschebart, für das der Chefmaskenbildner des

Stadttheaters, Rüdiger Erbel, während der Dreharbeiten ganze Arbeit leistete. Dabei wirkt Leiendecker in den Szenen so echt, dass während der Dreharbeiten in der Stadt

chinesische Besuchergruppen den vermeintlichen Marx bestürmten und ihm stolz die

Hände schüttelten, berichtet der Trierer Gernot Jaeger, der zusammen mit seinem Bru-

der Carsten den Film produziert hat.

Der Dokumentarfilm, dessen Dreharbeiten in Trier, Berlin und London fast 30 Tage

dauerten, ist alles andere als trocken. Er zeigt den Menschen Karl Marx, wie er lebte und

sich entwickelte. "Wir sind sehr neutral an das Thema herangegangen. Und wir haben versucht, ihn vom Podest herunterzuholen, ihn greifbar und verständlich zu machen",

sagen die Produzenten. Daher greift der Film auch Widersprüchliches aus Marx' Vita auf:

Der Vater des Kommunismus, der vermeiden will, dass seine Töchter in das Proletariat absteigen und eine bürgerliche Fassade trotz häufiger Armut soweit wie möglich aufrecht erhalten will: zwar mit Schulden beim Bäcker, dafür mit einem Privatsekretär.

Viele Interviewpartner aus Politik oder Forschung geben ihre persönliche Sichtweise über den Vater des Kommunismus ab. Darunter beispielsweise Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), der unumwunden zugibt, dass er mit Marx' Philosophie "nie so viel anfangen" konnte. Oder Professor Beatrix Bouvier, Leiterin des Museums "Karl-Marx-Haus", die die wissenschaftliche Beratung übernommen hat und Marx als Charismatiker in jungen Jahren beschreibt. Manche Lebensstationen von Marx fehlen in dem einstündigen Film. Etwa Marx' Studium in Bonn. Oder sein Aufenthalt in Belgien. "Wir haben versucht, den Film nicht zu lang werden zu lassen und uns Stationen herausgegriffen, die prägend für seine Politisierung waren", sagt Radio- und Fernsehjournalist Gernot Jaeger.
Wer Leiendecker in der Rolle des älteren Marx sehen möchte, hat am 13. März dazu Gelegenheit. Am 10. März kommt der Film in den Buchhandel, erhältlich im Internet bei  www.amazon.de, 15,90 Euro.
Aus Anlass des 125. Todestages von Karl Marx am 14. März veranstaltet die Stadt am Donnerstag, 13. März, 19.30 Uhr, im Angela-Merici-Gymnasium eine Film-Soiree mit Podiumsdiskussion. Nach der Erstaufführung soll in einer Gesprächsrunde die heutige Bedeutung des Philosophen für Trier erörtert werden. Teilnehmer ist neben den Filmemachern unter anderem Oberbürgermeister Klaus Jensen. Eintritt zur Film-Soiree frei.

 

23.09.2007Heute in der Trierer Zeitung

 

"O'zapft is" auf Trierisch

 

 

"O'zapft is" hieß es am Freitag in der "World of Romika". Noch einen Tag bevor die Münchener ihr traditionelles Oktoberfest starteten, haben die Trierer das Fass angestochen und mit Trierer Löwenbräu zünftig in blau-weiß gefeiert.

 

Feiern wie in Bayern: Andrea Elsen, Andrea Maes, Andrea Britten und Claudia Kurz (von links) lassen sich den Gerstensaft schmecken. TV-Foto: Cordula Fischer

Trier. (cofi) "Die Bayern können feiern. Wir aber auch", sagt Andrea Elsen und hebt mit ihren Freundinnen wie zum Beweis den Maßkrug. "Wir wollten etwas anderes erleben. Deshalb feiern wir hier mit." Die Biergarnituren im 600 Quadratmeter großen Zelt der Romika-Erlebniswelt sind bis auf den letzten Platz besetzt, die blau-weiße Dekoration versteht sich von selbst. Nur der Inhalt der Maßkrüge ist nicht süddeutsch: Regionalmarke statt Bayern-Bier.

Riesen-Gaudi mit Leiendecker Bloas

Auch die Musik zeigt es eindeutig: Dieses Oktoberfest steigt im wilden Südwesten und macht dem Münchener Wies'n-Wahnsinn Konkurrenz. Die Leiendecker Bloas sorgt für musikalisches Lokalkolorit und damit für beste Stimmung. "Die sind super", freut sich Felix Sattler. Engagiert singt der Bloas-Fan jeden der Mundart-Gassenhauer mit, wirft die Hände ausgelassen in die Höhe, klatscht. "Das ist eine Riesen-Gaudi hier", sagt der 19-Jährige, der sonst als Kellner dort arbeitet, wo er nun feiert.

"Eigentlich habe ich heute meinen freien Tag, aber ich musste trotzdem herkommen. Das hat sich gelohnt."

Währenddessen schwingt ein Pärchen das Tanzbein, und der Gerstensaft fließt in Strömen. Bedienung Sabine Meier schnappt sich die gefüllten Krüge - ein Hochleistungsjob bei Höllenlärm und Hitze. "Ich schaffe zwar nicht so viele wie die bayerischen Kolleginnen, aber immerhin."

"Leider ist das Outfit eher praktisch", bedauert ein Oktoberfestbesucher, der auf fesche Frauen mit üppigem Dekolletee im Dirndl und Männer in traditionellen Krachledernen gehofft hatte.

 

 

22.08.2007Heute in der Trierer Zeitung

 

Vielsaitig vielseitiger

 

Von unserem Redakteur Roland Morgen

 

Nach halbjähriger Pause ist die Leiendecker-Bloas wieder da. Übermorgen, Samstag, tritt die Mundart-Rockband in der Mäusheckerweg-Halle auf. Veranstalter ist die KG Moselland.

 

  

http://www.volksfreund.de/_/pics/lupe.gifFreuen sich auf die Bühne: Helmut Leiendecker (vorn) und seine Bloas (von links: Albert Niesen, Manfred Schömer, Martin Herrmann, Peter May und Karl Schulz) im Proberaum. Foto: privat

Trier-Ehrang. Neuer Tatendrang in erweiterter Besetzung: "Wir sind heiß auf die Bühne und freuen uns, dass es endlich wieder losgeht", verkündet Helmut Leiendecker (54).

Nach dem überraschenden Tod von Gitarrist und Gründungsmitglied Joachim "Joa" Rother am 6. März hatten die übrigen Mitglieder alle Auftritte abgesagt. Es folgte der Bloas-lose Sommer: kein Altstadtfest, kein Trierer Weinfest, keine Gastspiele in der Region. Nach einigen Testkonzerten und dem "Muuselindijaner"-Überraschungsauftritt in der Halbzeitpause des Eintracht-Pokalspiels gegen Schalke 04 (der TV berichtete) ist jetzt die Zeit reif für die Rückkehr ins Rampenlicht.

"Das Publikum wird eine neue Bloas erleben", kündigt Frontmann Leiendecker an. Neu ist zunächst die Besetzung. Mit von der Partie sind nun zwei Gitarristen. Karl Schulz und der ganz frisch dazugestoßene Albert Niesen verpassen der Bloas im 21. Jahr nach der Gründung einen gewissermaßen "vielsaitig vielseitigeren" Klang. Eine feste tragende Rolle spielt künftig Toni Schneider (Blasinstrumente), der in der Vergangenheit eher sporadisch zum Einsatz kam.

Veranstaltung der KG Moselland

Die erste Gelegenheit, die Bloas in siebenköpfiger Besetzung live zu erleben und Gassenhauer wie "Sauwer", "Stieh ob!" oder das Lied über die "clevereren Treverer" in neuem Sound zu hören, bietet die Karnevals- und Kulturgesellschaft (KG) Moselland übermorgen, Samstag (25. August), in der Mehrzweckhalle am Mäusheckerweg. Clubpräsident Stephan Nolles zeigt sich "sehr stolz, dass unser erst vor vier Jahren gegründeter Verein auch außerhalb der Karnevalszeit das Ehranger Kulturangebot mit einem Knüller von diesem Kaliber bereichern kann".

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Im Vorprogramm spielt Joe Casel seine Interpretation von Oldies, die im Original von Simon & Garfunkel, Cat Stevens und Bob Dylan stammen. Die Leiendecker-Bloas wird etwa zwei Stunden (plus Zugaben) spielen. Die Sternbusse der Linie 87 halten direkt an der Halle.

Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 6 Euro und sind erhältlich im Ehranger Hof, im Bistro Baran und im Gasthaus Crames (Biewer). An der Abendkasse kostet der Eintritt 9 Euro.

 

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06.08.2007  Heute in der Trierer Zeitung

 

Die trierischste Band der Welt ist wieder da

 

Von unserem Redakteur Roland Morgen

 

Mit einem Playback-Auftritt in der Halbzeitpause des Pokalspiels gegen Schalke 04 meldete sich die Leiendecker-Bloas nach halbjähriger Pause wieder zurück. Das echte Comeback der Mundart-Rockband soll im September steigen.

 

 

 


Comeback-Vorbote: Die Bloas in Mini-Besetzung mit (von links) Helmut Leiendecker, Karl Schulz, Martin Herrmann und Manfred Schömer bei ihrer Playback-Show im Moselstadion. TV-Foto: Roland Morgen

Trier. Viel Grund zur Freude hatten die Trierer Fußballfans beim Pokalspiel gegen den FC Schalke 04 wahrlich nicht. Zu den wenigen positiven Erscheinungen gehörte der "Pausenfüller": In Mini-Besetzung präsentierte die Leiendecker-Bloas ihren Hit "Muuselindijaner" - das erste offizielle Lebenszeichen der Mundart-Band nach dem überraschenden Tod von Gitarrist und Gründungsmitglied Joa Rother am 6. März.

Gitarrist Albert Niesen neues Bloas-Mitglied

Die Playback-Show in Mini-Besetzung auf dem Rasen des Moselstadions will Bandchef Helmut Leiendecker aber nicht überbewertet wissen. Zwar trat der neue Gitarrist Karl Schulz erstmals als Bloas-Musiker in Erscheinung, doch urlaubsbedingt waren drei Band-Mitglieder nicht mit von der Partie: Tastendrücker Peter May, Toni Schneider (Blasinstrumente) und Albert Niesen, der erst vor zwei Monaten zur Bloas gestoßen ist. Niesen gehörte als Gitarrist zur Urbesetzung von Guildo Horns Band "Die Orthopädischen Strümpfe" und spielt heute unter anderem bei "All about Joel", der zweiten Band von Bloas-Bassist Manfred Schömer, die sich auf Songs von Billy Joel spezialisiert hat.

Leiendecker ist "sehr froh" über den Neuzugang. "Alberts Mitwirken gibt der Band noch mehr Schub. Wir sind richtig wild darauf, wieder Live-Konzerte zu geben." Das erste steht am Samstag, 25. August, auf dem Programm. Dann spielt die Leiendecker-Bloas ihre Gassenhauer wie "Sauwer" und "Trier gitt die Hauptstadt von Europa" bei einer Veranstaltung der Karnevals- und Kulturgesellschaft (KG) Moselland in der Mäusheckerhalle.

Ihren offiziellen Comeback-Auftritt will die Mundart-Band selbst ausrichten. Ort und Termin stehen "noch nicht fest, aber im September wird es soweit sein", kündigt Leiendecker an. Ein Grund zum Feiern gäbe es theoretisch: das 20. Bühnen-Jubiläum der Bloas, die seit ihren ersten Auftritten 1987 die unbestritten "trierischste Band der Welt" ist. Sport Seite 17

 

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06.08.2007 Sport im TV

 

Helmut, der Indianerhäuptling

 

Trier. (bec) Es waren einige Stars versammelt im Moselstadion: Kuranyi, Asamoah oder Bordon - Namen, die bekannt sind. Der berühmteste Mann bei den Schalker Fans ist seit Sonntag aber ein anderer: Helmut Leiendecker, der Frontmann der Leiendecker Bloas, der mit "der Fletsch en da Tasch unn de Viez en da Flasch".

Eigentlich wollte er ja die Eintracht-Fans in der Halbzeitpause mit der Bloas-Hymne "Muuselindijanao" aufmuntern. Gefeiert wurde er aber vom blau-weißen Block mit Gesängen wie "Wir woll'n den Helmut sehen", "Helmut in den Sturm" oder "Wir sind die Ruhrpott-Indianer" mit Indianer-Gehäul nach jedem Tor. Auch wenn es im Ruhrpott bekanntlich viele Originale gibt und fast jeder Ruhrpottler vom Rest Deutschlands als ein solches gesehen wird: Für die Schalker Fans war Helmut Leiendecker der Star des Spiels. "Qualität setzt sich überall durch", sagt er lachend einen Tag später. "Von den Trierer Fans hätte mehr kommen können, wir müssen wenigstens im Singen gewinnen und die Mannschaft gemeinsam nach vorne treiben." Den Vorschlag einiger Schalker Fans, die Leiendecker-Bloas in der Veltins-Arena auftreten zu lassen, kommentiert er mit einem Augenzwinkern: "Wenn die Schalker das wollen, dann kann ich die Muuselindianer gerne zu Ruhrpottindianer umdichten. Mir wäre das ja recht, wenn Trierer Fangesänge national und international bekannt werden."

 

 

Keine Termine gemerkt

 

 

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15.05.2007Heute in der Trierer Zeitung

 

Neustart im September

 

Von unserem Redakteur Roland Morgen

 

Das Jubiläum fällt aus. Nach dem überraschenden Tod von Gründungsmitglied Joa Rother am 6. März ist der Leiendecker-Bloas nicht zum Feiern zumute. Erst im September geht die vor 20 Jahren gegründete Mundart-Band wieder auf die Bühne - mit dem neuen Gitarristen Karl Schulz.

 

 


Die Bloas in alten Zeiten: Martin Herrmann, Joa Rother, Helmut Leiendecker, Manfred Schömer, Peter May (von links). Kleines Foto: Karl Schulz. Fotos: Archiv/ Bernhard Veit

Trier. Der Schock sitzt tief. "Wir treffen uns im Proberaum, und Joa ist nicht dabei. Immer noch unfassbar", sagt Helmut Leiendecker. Die Bloas ohne ihren Gitarristen, der die Mundart-Band 1987 mit aus der Taufe gehoben und ihren Sound geprägt hat. Das ist im übertragenen Sinne so ähnlich wie die Rolling Stones ohne Keith Richards. Dennoch soll es weitergehen, aber erst im Herbst. Bis dahin hat die Bloas alle Auftritte abgesagt, die zu den Klassikern des regionalen Veranstaltungskalenders (Altstadtfest, Trierer Weinfest, Hermeskeiler Stadtwoche) zählen.

Erst einmal kleinere Kneipen-Konzerte

Hinter den Kulissen laufen aber schon die Vorbereitungen für die Zeit danach. Als neuer Gitarrist ist Karl Schulz (54) mit von der Partie, ein alter Bekannter der Bloas-Gründer: Mit Bandchef Leiendecker drückte er die Grundschulbank, mit Schlagzeuger Martin Herrmann spielte er in den 70er-Jahren bei der Jazz-Rock-Formation "Holzwurm". Nachfolger bei "Holzwurm" wurde, als Schulz aus beruflichen Gründen ausstieg, Joa Rother, der auf seiner Homepage ( www.leiendecker-bloas.de) bedauert, nicht mit Schulz zusammen gespielt zu haben: "Ich hatte die Hoffnung, von Karli zu lernen."

Ironie des Schicksals: Nun wird Schulz Rothers Nachfolger bei der Bloas: "Die Jungs sind auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob ich mitmachen wolle." Herausforderung und Hypothek zugleich: "Joa war ein ganz besonderer Mensch und Musiker. Ihn kann man nicht ersetzen. Ich werde mein Bestes geben und hoffe, die Fans werden mich annehmen", erklärt der selbstständige Vermessungsingenieur, der selbst bekennender Bloas-Fan ist: "Das liegt in der Familie. Auch meine Enkel fahren auf Stücke wie ,Sauwer' ab".

Die werden in Zukunft etwas anders klingen. Die Gitarrenmarken (Fender Stratocaster, Gibson) sind zwar die selben, aber "Joa war Rocker und Blueser, mein Stil liegt irgendwo zwischen Jazz und Rock", sagt Schulz, der Stargitarreros wie Eric Clapton, Joe Satriani, John McLaughlin "und allen voran Steve Lukather" zu seinen perönlichen Helden zählt und in der Szene als "Mister Vielseitig" gilt. Auf den Bloas-Job freut er sich: "Die Gruppe hat enormes Potenzial und bewegt etwas."

Eingewöhnungs-Probleme gibt es nicht: "Wir harmonieren musikalisch, sprechen die selbe Sprache und haben eine gemeinsame Humor-Wellenlänge", so Schulz' Eindruck nach den ersten Proben. Bis September soll ein Zwei-Stunden-Programm erarbeitet werden, dann will sich die Bloas mit kleineren Kneipen-Konzerten auf der Bühne zurückmelden und anschließend Gas geben. Wann es ein neues Album gibt, steht noch in den Sternen. Helmut Leiendecker: "Wir fangen wieder von vorne an und müssen erst einmal die alten Stücke neu arrangieren. Anschließend nehmen wir neue Stücke in Angriff - und dann werden wir bestimmt auch eine neue CD aufnehmen."

 

 

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Heute in der Trierer Zeitung

 

Helmut Leiendecker, der von vielen nur liebevoll »Helm« genannt wird, ist ein Multitalent: Ehemann, Vater, Musiker, Entertainer und schließlich - Trierer. Höchste Zeit, ihn mal unter die Lupe zu nehmen.

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Foto: Nadine Frankreiter

 

 

 

Helmut Leiendecker, dem 54 Jahre alten Ur-Trierer, der seine lange, graue Mähne in einem Pferdeschwanz gebändigt hält, wurde das Talent in die Wiege gelegt: Geboren am 10.11.1952 in Trier und aufgewachsen mit einer älteren Schwester und zwei Brüdern hat er schon als kleiner Bub den Bezug zur Dichtung und Lyrik gefunden. Seine Eltern, die sich wegen unterschiedlicher Arbeits- und Schlafzeiten oft wochenlang nicht zu Gesicht bekamen, kommunizierten in Form von Briefen, die sie sich beim Verlassen des Hauses gegenseitig auf den Nachttisch legten. Der Clou des Ganzen: die Briefe waren in Reimform verfasst, womit sich die Eheleute gegenseitig das Lesen versüßten. Obwohl oder gerade weil seine Eltern früh verstarben, las Klein-Helmut wissensbegierig alle diese kleinen Liebesbeweise und biehielt sie in Erinnerung.

Das folgende Porträt entstand im Rahmen der Unterrichtsreihe Journalistisches Schreiben »Literarische Porträts« (Jahrgangsstufe 13) am Auguste-Viktoria-Gymnasium Trier. Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Deutsch interviewten und porträtieren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. hunderttausend.de veröffentlicht in loser Reihenfolge weitere Texte, die z. B. Jimi Berlin, Peter-Josef Haupt (»Lederpeter«), Eva Maria Günschmann, Caroline Thomas und viele weitere Trierer/innen vorstellen.

Zwischen Wein, Gardinen und Zeitungen

Als durchschnittlicher Schüler besuchte er bis zum neunten Schuljahr die Ambrosius - und die ehemalige Zuckerberg-Schule und fing an, nebenbei Schlagzeug und Gitarre zu spielen. Seine Leidenschaft zur Musik und zur Lyrik begleiteten ihn auch durch seine dreijährige Lehre in der Weinkellerei »Pies«.Heute ist er bereits seit 30 Jahren als Groß- und Außenhandelskaufmann in beim Presse-Großhandel »Becker und Winarek« beschäftigt und dort für die Marktforschung und den organisatorischen Ablauf zuständig.

Ein weiteres Jubiläum steht nächstes Jahr an: Die LEIENDECKER BLOAS bei denen er Mundharmonika spielt und singt »weil et sonst kanen wollt«, feiern ihren 20.Geburtstag. Das schönste an der Trierer Mundartband und dem Musizieren findet Helm, der sich selber als fröhlich, fleißig und nachdenklich charakterisiert, sei die enge Kameradschaft und die Kompromissbereitschaft unter den Mitgliedern. Er könne sich zwar vorstellen, dass die Frauen und Kinder seiner übrigen Bandmitglieder sich manchmal über seine doch schon sehr hervorgehobene Persönlichkeit beschweren, aber schließlich liege das ja an den vielen übrigen Projekten, die ihm zu seinem Bekanntheitsgrad verhalfen.

»Dau bist Trier? - Dat as quant!«

Neben der Werbung für die Stadtwerke und den Sketchen, in denen er für Trier und die Trierer Mundart wirbt, schreibt er seit 2000 mit seiner Frau Birgit die Stücke des »Kleinen Volkstheaters« selbst - ein eingespieltes Team, das seit bereits 16 Jahren mit dafür verantwortlich ist, dass die Kassen des »Volkstheaters« am Wochenende zum Bersten voll sind. Diese Projekte verlangen Helm am meisten Zeit und Arbeit ab, schließlich sei das zu vergleichen mit einem Baby, das man zusammen großzieht und beim Wachsen beobachtet.

In seinem neuesten Stück »Dä Mumienkrieweler« spielt er den Stadtgeist und ehemaligen Stadthalter Rictius Varus (»Dä Richi«), der einer, sich in der Zeit verirrten Mumie hilft, wieder nach Hause zu gelangen. Was die wenigsten wissen: der »Mumienkrieweler« ist kein von Helmut erfundenes Wort, sondern ein alt-trierisches Wort für Archäologe, was er durch Zufall mal in seinem alten Trier-Wörterbuch gefunden hat. Dieses Buch von Professor Peter Kröpter aus dem Jahre 1928 ist seine »Holy Bible«, in dem sich Helmut, die alt- trierische Schreibweise abschaut.

Schon immer konnte sich der von Haus aus zweisprachig aufgewachsene Trierer (»an bisschen Hochdeutsch und Trierer-Platt«) für die Schauspielerei begeistern. Er ist immer bemüht, jedem Einzelnen Mannschaftsmitglied des Kleinen Volkstheaters eine Rolle auf den Leib zu schneidern und lebt selbst in den Rollen auf, die ganz anders sind als er, wie z.B. »den aalen Freckert« Opa Hens aus dem Stück »Endspielfieber« ,in dem er als Rentner pöbeln und »rumkamellen« darf.

Beim Thema Gedichte und Mundart steht der leidenschaftliche Dichter, der schon Schillers »Glocke« oder »Jedermann« ins Trierische übersetzt hat, von dem langen, hölzernen Esszimmer-Tisch auf und kommt wenig später aus seinem Arbeitszimmer zurück mit einem Stapel von schätzungsweise 300 Blatt Papier unter dem Arm - eine »kleine Sammlung« seiner selbstverfassten Gedichte. Voller Vorfreude zieht er wahllos ein paar Zettel aus dieser Ansammlung heraus und gibt mir stolz drei seiner Gedichte zum Besten. Die Themen sind dabei völlig irrelevant: Mal ist es das X, mal ein Köpper oder ein Rabe, über den gedichtet wird, Hauptsache es ist lustig, trierisch und unterhaltsam.

»Dein Mamm heißt Frank und war de Stärksten im Knast…«

Über die für Trier so typischen Dein-Mamm-Sprüche könnte Helmut sich dagegen nur aufregen. Diese »ganz billige Anmachen«, wie er sie bezeichnet, verärgern ihn, denn damit würde der Trierische Volksfreund, der diesen Trend gesetzt hat, Trier in das falsche Licht rücken und »das Asoziale am Trierer Platt hervorheben«. Nicht zu vergessen ist die Umfrage des Antenne-West-Teams, das zur Zeit der Bürgermeister-Wahl anscheinend nur politisch uninteressierte und ungebildete, »ganz bekloppte« Trierer vor die Kameras zerrte oder der Trierer DSDS-Kandidat - über den noch Wochen nach seinem Auftritt ganz Deutschland lachen musste. Wo immer man auch das Wort Trier im Internet googeln würde, es erschienen ausschließlich Beiträge und Videos über völlig hirnlose »Idioten« - und das müsse schleunigst geändert werden.

»…es geht um Menschenwürde…«

Helmut Leiendecker ist genervt von diesem »Viertel vor Schwachsinn« und will seiner geliebten Heimatstadt auf die Beine helfen. Auch wenn er sich selber nicht als »Botschafter von Trier« sieht, eine Botschaft an Trier hat er dennoch: Sein Wunsch ist es in Zukunft einmal im Monat eine kleine, eigene Sendung im Offenen Kanal zu senden. Eine Sendung, welche die wahren Sehenswürdigkeiten von Trier herausstellen soll: das Stadttheater, das »Kleine Volkstheater«, das Stadtbad und natürlich auch die LEIENDECKER BLOAS… Seine Kritik gelte nicht Trier, sondern im Grunde ginge es um »Menschenwürde und um Humanität« und das versuche er den Trierer Bürgern zu vermitteln. Für diesen Zweck ist er engagiert genug um sich die nötige Zeit und das wichtige Know-how anzueignen, das nötig ist, um sich im Fernsehen selbständig zu machen. Denn »Fröhlichkeit und Humor ist die eine Sache, aber das frei Denken sollte man nie vergessen« und vor allem solle man nie unter die Gürtellinie gehen…

Während er kurzzeitig aufsteht, um seiner Frau, die gerade nach Hause kommt, die Außenbeleuchtung einzuschalten, schaue ich mich in seinen Räumlichkeiten um. In dem großen, hellen Raum, der Wohnzimmer und Esszimmer beherbergt, steht neben dem dunklen Sofa ein Schlagzeug und ein Klavier. Seine künstlerische Ader entdecke ich an dem großen Kunst-Mosaik an der Wohnzimmerwand und an der Staffelei, die direkt neben der Türe steht Ein großer Metallkäfig erinnert noch an den grauen, sprechenden Papagei der vor kurzem verstorben ist und das Bücherregal beinhaltet eine Fülle von unterschiedlich großen und bunten Büchern. Auf dem Esszimmertisch stehen vertrocknete Rosen, neben die Birgit Leiendecker, die an Helmut am meisten seine Zuverlässigkeit, seine Humanität, Spontaneität und seine Fähigkeit für den Wortwitz schätzt, nun dunkel-violette Stiefmütterchen stellt, die sie gerade mitgebracht hat. Bevor sie sich zu uns gesellt, sortiert sie Helmuts Gedichte-Stapel und räumt die Unordnung in der Küche auf, die Helmut veranstaltet hat, um mir Kaffee zu kochen.

Als ich Helmut als bescheiden bezeichne, da er bei den Schmeicheleien seiner Frau fast rot anläuft, springt er auf und stürmt zum Tischende, wo er zwei Zeitungen aufliest. Stolz hält er mir den Wochenspiegel und die Rathaus-Zeitung unter die Nase und präsentiert mir mit einem »Soviel zu bescheiden!« zwei Artikel mit Fotos von ihm.

Für die Zukunft wünscht sich Helmut, mit seinen LEIENDECKERs weiter zu touren, neue Theaterstücke zu schreiben und »Lieder zu machen bis zum Umfallen«.

Den Abiturienten dieses Jahrganges gibt er einen weisen Rat mit auf den Weg: »Es ist manchmal ganz gut, aus seiner kleinen Perspektive herauszugehen, über den Tellerrand zu gucken und zu sehen, was auf der Welt so los ist!« Mein Magen und mein Kopf sind an diesem Abend, als ich Helmut Leiendeckers Wohnung verlasse, mit Kaffee und Informationen gefüllt und ich habe eine neue Erkenntnis gewonnen: Sofort kaufe ich die Karten für »dä Mumienkrieweler« und suche im Internet nach Trierer Wörterbücher, denn »eich sin Trierer« und damit muss ich auch was für meine Stadt tun. Ich verabschiede mich von unserem unumstrittenen »Botschafter von Trier« – eddi, un ville merci! (ls)

Zur Autorin: Nadine Frankreiter, Jahrgang 1987, ist gebürtige Triererin. Der Berufswunsch der Abiturientin hat zwar viel mit langen Texten, aber wenig mit Journalismus zu tun. Nadine möchte Richterin werden.

hunderttausend.de dankt dem Leistungskurs am Auguste-Viktoria-Gymnasium - allen beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerin Susanne Hutsch - für die Überlassung der Texte.

 

 

 

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Wir alle trauern um unseren Freund und Musikerkollegen Joa Rother

Heute in der Trierer Zeitung

07.03.2007

Ein zugezogener Ur-Trierer

 

TRIER. Im Alter von 52 Jahren ist der Trierer Gitarrist und Mundart-Musiker Joachim Rother gestorben, der als Mitglied der "Leiendecker Bloas" in der ganzen Region bekannt war. Er hinterlässt seine Frau Sylke und drei Kinder im Alter von zwölf bis 18 Jahren.


In typischer Pose: Joachim Rothers musikalische Heimat war die Gitarre. TV-Foto: Archiv/Ursula Schmieder

In seinem Element war er, wenn er seiner Gitarre rockige Töne entlocken konnte. Dann flogen die Finger über die Saiten und demonstrierten eine Behändigkeit, die man dem massigen Musiker auf den ersten Blick gar nicht zugetraut hätte. Den harten Rock-Gitarristen, den er bei Bands wie "Gautama Siddharta", "Holzwurm" oder "Spielvereinigung Trier-Süd" jahrzehntelang gepflegt hatte, konnte er bei den Mundart-Klängen der Leiendecker-Bloas eher selten hervorkehren. Dafür handelte er sich in den zwanzig Bloas-Jahren den Ruf eines unverwechselbaren Ur-Trierers ein.

Dabei war Joachim Rother, den jeder "Joa" nannte, als Kind in den fünfziger Jahren aus Ostdeutschland zugewandert. Aber der "gelernte Trierer" liebte seine zweite Heimat mit mehr Herzblut als mancher "Eingeborene". Auch wenn sie ihm Kummer machte, wie beim Fußball. Kein Eintracht-Spiel, das er verpasste – auch letzten Samstag gegen Engers war er wie gewohnt im Stadion.

Es war leicht, ihn zu gewinnen, wenn es um eine gute Sache ging. Ungezählt die Benefiz-Auftritte mit der Bloas oder im Duett mit Helmut Leiendecker. Ein zugänglicher, engagierter Mensch, manchmal aber auch mit einem unergründlichen Schuss Melancholie.

Weniger bekannt war die hauptberufliche Seite von Joachim Rother. Als Architekt wirkte er bei vielen Trierer Projekten mit. Er konnte sich freuen wie ein Kind, wenn es gelang, jenseits der finanziellen und baulichen Zwänge Dinge zu realisieren, die er als schön und dem Stadtbild zuträglich betrachtete. Aber er verteidigte auch mit Verve manche Zweckbauten, die höchst umstritten waren.

"Sein" Stadtteil Trier-Süd lag ihm besonders am Herzen. Da konnte er nach Herzenslust über die Irrungen und Wirrungen der Stadtentwicklungspolitik diskutieren. Ansonsten war Politik nicht sein liebstes Betätigungsfeld.

Der Mann mit der Gitarre durfte auch im Karneval nicht fehlen. Jahrelang bildete er den ruhenden Pol bei den Leiendecker-Auftritten im Rahmen der Heuschreck-Sitzungen in der Europahalle. Kein Zufall, dass gerade dort das letzte gemeinsame Konzert der Gruppe stattfand. Er hatte sich sehr auf die bevorstehende 20-Jahr-Feier der Bloas gefreut – nun ist niemandem mehr nach Feiern zumute.

Dass er ein Gesundheits-Apostel gewesen wäre, hat ihm sicher keiner nachgesagt. Dennoch kam der Tod für sein Umfeld völlig überraschend. Joachim Rother starb am Dienstag aufgrund akuten Organversagens.

Dieter Lintz

Eintracht-News

07.03.2007

Joachim Rother verstorben

Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb viel zu früh unser langjähriger, treuer Fan und Freund der Eintracht, Joachim Rother. Er war darüber hinaus Gitarrist der Trierer Kult-Band "Leiendecker Bloas".

Der SV Eintracht Trier 05 spricht seiner Familie und allen, die ihm nahestanden, sein tiefstes Mitgefühl aus.

 

 

 

08/3  Tschö "Joa"

http://foxy.blog.volksfreund.de/themes/edinburgh/images/punkt_linie.gif

Kategorie: Allgemein    Von foxy um 21:14

Nicht nur innerhalb seiner Familie - der ich mein tiefstes Bedauern zum Ausdruck bringen möchte – hat der Tod von Joa Rother eine grosse Lücke hinterlassen, sondern auch in der Leiendecker Bloas, deren Fangemeinde und unter seinen Freunden.

Ich lernte Joa kennen, als ich im Alter von 4 Jahren mit meiner Familie in seine Strasse in Trier Süd zog. Bedingt durch den Altersunterschied von 6 Jahren war Joa zwar eigentlich mehr der Kumpel meines grossen Bruders, aber er gehörte nicht zu den Jungs die kleine, nervige Mädels nur ärgerten und verscheuchten. Vielmehr war er freundlich zu dem Irrwisch mit Rattenschwänzen und gab schon mal eine Süssigkeit ab. Hin und wieder nahm er sich die Zeit zum guten, alten Glasmurmelspiel. Er muss wohl ein sehr schlechter Spieler gewesen sein, denn ich konnte immer alle Murmeln die mir mein Bruder zuvor gemopst und gegen ihn verspielt hatte zurück gewinnen…

In den folgenden Jahren liefen die Wege auseinander und man sah sich nur noch sporadisch. Meist zufällig in unserer alten Strasse, wenn wir die Eltern besuchten. Im Gegensatz zu vielen Anderen aus der Kinderzeit hat er jedoch nie meinen Namen vergessen (Du bist doch die ???, die kleine Schwester vom …???).

Aus dem netten Jungen wurde ein sympathischer Mann, der wohl nicht nur durch seine Musik mehr Herzen gewinnen konnte als das eines Kindes.

Der Erwachsene ist irgendwann leider aus meinem Leben verschwunden, aber der freundliche Junge Joa aus der Nachbarschaft – der mich Winzling ernst nahm und nie an den Haaren zog – wird immer durch meine Erinnerung geistern.

Tschö Joa!

 


 

Kommentare

lavendel - http://lavendel.blog.volksfreund.de/
2007-03-09 17:57:38

Durch diesen sehr persönlichen Rückblick stelle ich mir Joa Rother als sehr liebenswerten Menschen vor. Oft sind es auch oder gerade die kleinen Dinge im Leben, die einen Menschen unvergessen machen. Danke für diesen Beitrag.

 

 

 


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Heute in der Trierer Zeitung

28.02.2007

Monopoly auf trierisch

 

Trier. (sbn) Oberstufenschüler des Balthasar-Neumann-Technikums haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und Brettspiele zum Thema "Trier" entwickelt: "Triropoly", "Die Trierwette" und "Roma Sekunda".


Die Oberstufenschüler des Grundkurses "Kunst" mit Kursleiterin Katharina Vogt (Mitte) und ihren Brettspielen der originellen Art.TV-Foto: Sandra Blass-Naisar

In sechs Wochen haben Schüler zweier Kunst-Grundkurse unter der Leitung von Kurslehrerin Katharina Vogt Brettspiele entwickelt, die nicht nur "toll und lustig" zu spielen sind, wie die 18-jährige Schülerin Carina Steffes versichert, sondern auch viel Lehrreiches weitergeben. "Ziel des Spieles sollte sein, Kenntnisse aus den Bereichen Kunst-, Architektur- und Stadtgeschichte zu erfragen und neue Informationen zu vermitteln", bringt es Kunstlehrerin Vogt auf den Punkt. Sie ist mehr als zufrieden mit der Kreativität und dem Engagement ihrer Schüler.

Da wurden Bretter, mal als Quadrat, mal als Achteck oder in Hausform, farbig gestaltet, mit Stadtplänen bemalt, mit Fotos beklebt, trierische Sehenswürdigkeiten aus Styropor geschnitten und gefeilt. Spielfiguren aus Holzknöpfen, Korken und Ton gehören zu Spielkästen in Form von Schatztruhen, Filmdosen oder Trommeln. Die Fragekarten, darunter jede Menge Scherz- und Mundartfragen, bringen selbst Einheimische ins Grübeln: "In welchem Arm hält Maria auf der Mariensäule das Jesuskind?" Antwort: "Sie hat gar keines." Aber auch mit Wissensfragen wird der Lokalpatriot in die Enge getrieben: "Wie heißt die Technik, mit der ein Deckengemälde in St. Paulin hergestellt wurde?" oder "Welcher berühmte Codex liegt in Trier?"

Anna Kugel, 19, aus Herforst grübelt in ihrem Wissens-Quiz über Fragen zu berühmten Persönlichkeiten von Friedrich von Spee, über Karl Marx bis hin zu Balthasar Neumann und der Leiendecker Bloas. Alexander Kohl, 18, aus Wiltingen ist sein Tonfiguren-Spiel mit Porta und Frankenturm so gut gelungen, dass man es gleich in Produktion schicken könnte. Ramon Laubscher, 22, aus Waldrach hat mit "Triropoly" eine höchst interessante Monopoly-Version für Deutschlands älteste Stadt entworfen.

Stadtführungen der etwas anderen Art sorgen für viel Gelächter in der Spielerunde: "Du hast an einer Weinprobe bei den Bischöflichen Weingütern teilgenommen und bist noch nicht wieder fit. Mache fünf Liegestütze!" oder "Du kommst an einer Eisdiele vorbei und kannst nicht widerstehen. Setze eine Runde aus!"

"Wir haben mit jeder Menge Spaß viel über die Architektur und die Kunst unserer Stadt erfahren", resümieren alle unisono. Im Team gearbeitet zu haben und unterschiedliche Vorstellungen unter einen Hut zu bringen, sei auch eine große Herausforderung gewesen.

 

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Heute in der Trierer Zeitung

05.11.2006

Leiendecker geehrt



 

TRIER. (jp) Helmut Leiendecker erhielt gestern Abend im Barocksaal der Sektkellerei Bernard-Massard den renommierten Franz-Weissebach-Preis der Karnevals-Prinzenzunft. Geehrt wird damit soziales Engagement und auch Humor. Franz Weissebach (gestorben 1925) hatte sein Vermögen der Stadt vererbt, die damit den Palastgarten schuf. Peter Pries, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval, war 2005 Weissebach-Preisträger, im Jahr davor hatte Bürgermeister Georg Bernarding die Auszeichnung erhalten.

Franz Weissebach hatte der Stadt Trier 1000 Liter seines Weines "Kanzemer Berg" Jahrgang 1921 vermacht. Dabei bestimmte er, das Geld aus dem Verkauf des Weines für den Bau eines Krematoriums zu verwenden. Sollte die Stadtverordnetenversammlung dies aber fünf Jahre lang ablehnen, sollten die Mittel für einen Volksgarten verwendet werden. Der Stadtrat lehnte das Krematorium dann auch erwartungsgemäß fünf Jahre lang ab, Trier kam dadurch zu seinem Palastgarten.

 

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Heute in der Trierer Zeitung

06.11.2006

"Lachen, tanzen, feiern"

Von unserem Redakteur
JÖRG PISTORIUS

 

TRIER. Er hatte ein dickes Manuskript mit ans Rednerpult genommen und brauchte dann doch keine Zeile davon: Mit einer natürlich lustigen, aber auch bewegenden Rede bedankte sich Mundart-Poet Helmut Leiendecker am Sonntagabend für die Auszeichnung mit dem Franz-Weissebach-Preis.



Mit Herz und Humor wurde Helmut Leiendecker zu einem der populärsten Trierer der Gegenwart. Während der Verleihung des Weissebach-Preises hielt er ein leidenschaftliches Plädoyer für die Mundart. Foto: privat

Auf den ersten Blick hatte die im Barocksaal der Sektkellerei Bernard-Massard versammelte Gesellschaft so gar nichts Karnevalistisches an sich. Da stand Bischof Reinhard Marx in der ersten Reihe. Landrat im Ruhestand Richard Groß gehörte zu den Gästen. Man sah Trierer Kommunalpolitiker, Mediziner, Wirtschaftsgrößen. Doch der offizielle Schein trog, und der Humor saß dicht unter der von feinster Abendgarderobe geprägten Oberfläche.

Schalk im Nacken und soziale Ader

Denn die Prinzenzunft hatte eingeladen, und es ging um den Franz-Weissebach-Preis. Den haben die eben erwähnten Herren Marx und Groß auch schon erhalten und wollten am Sonntagabend dem aktuellen Preisträger die Ehre erweisen. Zwei Attribute muss ein Träger dieses Preises auf jeden Fall aufweisen können: Schalk im Nacken und eine ausgeprägte soziale Ader. Das waren schließlich auch die prägenden Charakteristika von Franz Weissebach (1860-1925), der den Trierern den Palastgarten stiftete, indem er der Stadt Mittel zum Bau eines Krematoriums hinterließ. Nur wenn der Stadtrat dieses Krematorium fünf Jahre lang ablehnt, soll das Geld in einen Volksgarten fließen, hieß es im Testament. Was der Rat sich nicht zweimal hat sagen lassen.

Der Preisträger des Vorjahres hält die Laudatio. So ist es Brauch. Also trat nach der Anmoderation von Rolf Schüssel der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval, Peter Pries, nach vorne. Was danach kam, hätte besser nicht laufen können. Pries, mit einem hochwertigen trockenen Humor gesegnet, sprach über Helmut Leiendeckers Wirken in Trier und brachte auch unbekannte Fakten über "den Mann, von dem alle doch schon alles wissen". Zum Beispiel hatte der Mundart-Spezialist eigentlich Polizist werden wollen, was aber seine Farbenblindheit verhinderte. Zur Bundeswehr kam er mit 27 Jahren und schrieb Geschichte als ältester Rekrut Deutschlands. Im Nordbad nahm ihn seinerzeit der Bademeister unter Beschuss, weil dieser kein Verständnis für nächtliche FKK-Partys hatte. Peter Pries hatte schon viele Lacher provoziert, als der Star des Abends nach vorne kam.

Plädoyer für die Mundart

"Ich weiß gar nicht so recht, was ich als Preisträger alles machen soll", sagte Helmut Leiendecker. Und wusste es natürlich doch. Auch er ließ die Leute lachen mit drei Kurzgedichten, Anekdoten, lockeren Sprüchen. Aber er wurde auch ernst und hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für die Mundart. "Ich setzte mich mit ganzen Herzen dafür ein, zu zeigen, wie viel Niveau in Mundart-Dichtung, Musik und Schauspiel steckt", betonte er. Was ihm mit der 1986 gegründeten Leiendecker Bloas schon zahllose Male gelungen ist, ebenso wie mit seinen Auftritten und selbst geschriebenen Mundart-Stücken im Kleinen Volkstheater Trier.

Die Bloas auch in ihr steckt sein Herz. "Natürlich gibt es auch ernste Stücke, aber ich zögere manchmal, sie auch zu spielen", räumte Helmut Leiendecker ein. "Denn wir spielen in erster Linie, damit die Leute lachen, tanzen und feiern."

 

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Heute in der Trierer Zeitung

12.11.2006

Mehr als Süppchen

 

TRIER. (LH) Nur ein leckeres Süppchen zu kochen, wäre den Koch-Duellanten beim "Zweiten Prinzen-Kochduell" zu flach gewesen. Daher wagen sie sich an die "große Küche" ran. Helmut Leiendecker von der gleichnamigen Bloas siegte mit dem Nationalgericht der Trierer "Krompereschniiiiitscher" und mehr. Das Karnevals-Prinzen-Kochduell avanciert inzwischen zum Traditionstermin.


Helmut Leiendecker (links) ist auch an der Pfanne ein Meister seines Fachs. Als "Kalt- und Warm-Mamsell" unterstützte ihn Achim Hahn. TV-Foto: Ludwig Hoff

"Die Pann’ wird net gliiiidisch", richtet Helmut Leiendecker einen eindringlichen Seufzer nach oben. Bei Helmut Leiendecker wird es auch höchste Zeit, dass die "gerappte" Schniiiiitscher"-Masse in die Pfanne kommt. Neben der Schniiitcher-Vorspeise gibt es bei Leiendeckers dann noch ein Schweinefilet in einer Rahm-Pilze-Soße von der feinsten Sorte. Nebenan versucht Ex-Karnevalsprinz Erwin Engel Herr über Pfanne und Topf zu werden. Auffällig: An seinem Herd drängen sich ausschließlich Damen, angelockt von einer verführerischen Würz-Mischung, die der Prinz 2005 in seiner "Gemüse-/Sahne-Kräuter-Soße" mit Thymian, Basilikum, Rosmarin, Salbei und mehr beigibt. Später stopft er die hungrigen Mäuler mit einem Tellernest aus Tagliatelle und kross gebratenem Rotbarschfilet. Kein Wunder, wenn da die Damen regelrecht hinschmelzen. Eine Herd-Station daneben gelingt dem (noch) amtierenden Prinzenpaar Gaby I. und Nicki I. so etwas wie fast ein "Welt-Sensation": Sie kreieren ein "panierten Schnitzel ohne Paniermehl". Das "Hoaken-Schnitzel" kommt aus der Oberschale vom Schwein, verrät die Prinzessin: "Einfach lecker, Teller voll, gut gees, vor allem saaaat, Amen." Das Ergebnis: Zwei zweite Plätze und ein Sieger, nämlich Helmut Leiendecker (22,5 Punkte), die beiden Mitbewerber 22,4).

 

Eure LEIENDECKER-BLOAS